Was kostet UX/UI Design? Preise, Stundensätze & Beispiele 2026

Kurzantwort: Freelance-UX/UI-Designer in Deutschland kosten 2026 typischerweise 60–120 € pro Stunde bzw. 578–735 € pro Tag. Auf Projektebene: UX-Audits ab ca. €2.500, Landingpages €5.000–12.000, Corporate Websites €15.000–35.000 und SaaS-Produkt-Design €25.000–75.000+. Dieser Guide belegt alle Zahlen mit Quellen.

Von David Schubert – Senior UI/UX Designer & Creative Technologist, 25+ Jahre Erfahrung

Zuletzt aktualisiert: · wird quartalsweise aktualisiert

Stundensätze & Tagessätze in Deutschland (Daten 2025/2026)

Der durchschnittliche Freelancer-Stundensatz in der DACH-Region liegt laut Freelancer-Kompass 2026 (freelancermap, 5.400+ Befragte) bei 103 € – der erste Rückgang in der Geschichte der Studie, nach 104 € im Jahr 2025. Im Feld „Grafik, Content, Medien" lag der Schnitt 2025 bei 82 € pro Stunde. Der Branchenreport der German UPA (Berufsverband der UX-Professionals) nennt für selbstständige UX-Professionals einen Median-Stundensatz von 92 € (2023) und einen Median-Tagessatz von 735 €.

Stundensätze und Tagessätze für UX/UI-Design in Deutschland mit Quellenangabe
KennzahlWertQuelle (Jahr)
Ø Stundensatz Freelancer DACH (alle Felder)103 € (2026), 104 € (2025)Freelancer-Kompass 2026, freelancermap
Ø Stundensatz „Grafik, Content, Medien“82 € (2025)Freelancer-Kompass 2025, freelancermap
Median-Stundensatz selbstständige UX-Professionals92 € (2023)German UPA Branchenreport
Median-Tagessatz selbstständige UX-Professionals735 € (2023)German UPA Branchenreport
Ø Tagessatz UX-Designer nach StadtBerlin 578 € · München 658 € · Hamburg 657 €Malt Tarifbarometer (Juli 2026)
Ø Jahresumsatz selbstständige UX-Professionals114.042 € bei Ø 124 fakturierten Tagen (2025)German UPA Branchenreport 2025

Plattform-Indizes (Malt, freelancermap) sind Live-Werte, abgerufen im Juli 2026. Studienwerte beziehen sich auf das jeweils genannte Erhebungsjahr.

Was kostet welches Projekt? Preisbeispiele 2026

Stundensätze sagen wenig über Ihr Budget – Projektpreise schon. Die folgende Tabelle zeigt marktübliche Spannen für Freelancer und kleine Agenturen in Deutschland sowie meine eigenen Festpreise zum Vergleich (transparent, netto):

Projektpreise für UX/UI-Design-Leistungen
ProjektMarktübliche SpanneMein FestpreisDauer
UX-Audit / Usability-Analyse2.000 – 10.000 €2.500 – 5.000 €1–2 Wochen
Landingpage inkl. Conversion-Optimierung1.500 – 12.000 €5.000 – 12.000 €2–3 Wochen
Corporate Website (Design + Umsetzung)5.000 – 40.000 €15.000 – 35.000 €6–12 Wochen
SaaS-Produkt / App-Design (inkl. Design System)8.000 – 50.000 €+25.000 – 75.000 €+ab 8 Wochen

Zur Einordnung der Marktspannen: Deutsche Preis-Ratgeber nennen für konversion-optimierte Landingpages 5.000–12.000 €, für KMU-Websites mit Individual-Design 5.000–12.000 € (bei größeren Agenturen 20.000–40.000 €) und für App-Design je nach Anspruch 3.000–50.000 €. Publizierte Festpreis-Beispiele für UX-Tests und Audits liegen zwischen 2.000 und 10.000 € – etwa der Basis-UX-Test ab 5.890 € bei eparo (Hamburg) oder der Festpreis-UX-Audit von inovex.

Die 5 Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen

  1. Umfang & Komplexität

    Fünf Screens oder fünfzig? Ein Conversion-Funnel oder ein komplettes SaaS-Produkt mit Rollen und Datenvisualisierung? Der Umfang ist der größte Preistreiber – definieren Sie ihn vor der Angebotsphase so konkret wie möglich.

  2. Research-Tiefe

    Heuristik-basiertes Design ist günstiger als echtes User Research (Interviews, Tests). Für risikoreiche Produkte lohnt Research fast immer – für eine einfache Landingpage reicht oft die Auswertung vorhandener Daten.

  3. Seniorität & Spezialisierung

    Ein Senior mit SaaS- oder E-Commerce-Spezialisierung kostet pro Stunde mehr, braucht aber deutlich weniger Stunden und vermeidet teure Irrwege. Entscheidend ist der Projektpreis pro Ergebnis, nicht der Stundensatz.

  4. Design System & Dokumentation

    Einmalige Screens sind billiger als ein skalierbares Design System mit Tokens, Component Library und Dokumentation. Letzteres zahlt sich ab dem zweiten Feature-Release aus.

  5. Umsetzung: Design-only oder Design + Code

    Endet das Projekt mit Figma-Files oder mit einer live geschalteten Website? Design und Entwicklung aus einer Hand spart Übergabe- und Abstimmungskosten – ein Grund, warum ich beides anbiete.

Lohnt sich das? Was gutes UX-Design nachweislich bringt

Vorab eine ehrliche Einordnung: Die oft zitierte Faustformel „1 Dollar in UX bringt 100 Dollar zurück" lässt sich nicht seriös belegen – sie kursiert seit Jahren ohne nachvollziehbare Primärquelle. Wer sie Ihnen als Fakt verkauft, hat nicht recherchiert. Es gibt aber belastbare Daten, die den Business Case für gutes UX-Design klar stützen:

Stundensatz, Tagessatz oder Festpreis?

Drei Abrechnungsmodelle sind üblich – und sie setzen unterschiedliche Anreize. Nach Stunden bezahlt zu werden belohnt langsames Arbeiten; ein Festpreis belohnt Effizienz und zwingt beide Seiten, den Umfang vorher sauber zu definieren. Ich arbeite deshalb ausschließlich mit Festpreisen (Value-Based Pricing): Sie kennen Ihr Budget vor Projektstart, und Umfang, Ergebnisse und Preis stehen schriftlich fest. Für offene, langfristige Zusammenarbeit (z. B. Design-Sparring) sind Tagessätze dagegen völlig legitim.

Achten Sie beim Vergleich von Angeboten weniger auf den Stundensatz als auf drei Fragen: Was genau ist enthalten? Wer macht die Arbeit (Senior oder Junior)? Und was passiert bei Mehraufwand? Mehr dazu im Vergleich Freelancer oder Agentur.

Nicht vergessen: Barrierefreiheit ist seit 2025 Pflicht (BFSG)

Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) – die deutsche Umsetzung des European Accessibility Act. Es verpflichtet viele B2C-Websites, Shops und Apps zur Barrierefreiheit; bei Verstößen drohen Bußgelder bis 100.000 €. Für Ihre Budget-Planung heißt das: Barrierefreiheit (WCAG 2.1 AA) gehört von Anfang an ins Projekt – eine Nachrüstung ist fast immer teurer als der Einbau beim Design. In meinen Projekten und UX-Audits ist die WCAG-Prüfung deshalb Standard.

Häufige Fragen zu UX/UI-Design-Kosten

Was kostet ein UX-Designer pro Stunde in Deutschland?

Marktdaten 2025/2026: Der Freelancer-Kompass von freelancermap nennt 103 € Durchschnitts-Stundensatz über alle Felder (Grafik/Content/Medien: 82 €), der German-UPA-Branchenreport 92 € Median für selbstständige UX-Professionals. Senior-UX-Designer mit Spezialisierung liegen typischerweise bei 90–120 € pro Stunde, Einsteiger bei 50–70 €.

Was kostet ein UX-Designer pro Tag?

Der Median-Tagessatz selbstständiger UX-Professionals lag laut German UPA bei 735 € (2023). Das Malt-Tarifbarometer zeigt für UX-Designer durchschnittliche Tagessätze von 578 € (Berlin) bis 658 € (München) – Plattform-Durchschnitte inklusive Junior-Profilen. Für Senior-Niveau sind 800–1.000 € pro Tag marktüblich.

Was kostet eine professionelle Website vom Freelancer?

Je nach Umfang: Eine konversion-optimierte Landingpage kostet marktüblich 5.000–12.000 €, eine Corporate Website mit Individual-Design, WCAG-Konformität und Umsetzung 15.000–35.000 €. Einfache Template-Websites gibt es ab wenigen Tausend Euro – sie erreichen aber selten die Performance- und Conversion-Ziele, für die sich professionelles UX-Design lohnt.

Warum sind die Preisspannen so groß?

Weil „Website“ oder „App-Design“ keine definierten Produkte sind: Umfang, Research-Tiefe, Design-System-Bedarf, Seniorität und die Frage Design-only vs. Design + Entwicklung können den Preis um den Faktor 5–10 verändern. Seriöse Anbieter machen deshalb erst ein Erstgespräch und dann ein Angebot mit definiertem Umfang – Misstrauen ist angebracht, wenn jemand ohne Briefing einen Preis nennt.

Festpreis oder Stundensatz – was ist besser für Auftraggeber?

Für klar definierte Projekte: Festpreis. Sie kennen Ihr Budget vorher, das Effizienz-Risiko liegt beim Dienstleister, und der Umfang muss sauber definiert werden – was die Projektqualität erhöht. Stunden- oder Tagessätze passen für offene, fortlaufende Zusammenarbeit. Vorsicht bei Stundensatz-Angeboten ohne Aufwandsschätzung: Das unternehmerische Risiko liegt dann komplett bei Ihnen.

Stimmt es, dass 1 € in UX 100 € Return bringt?

Diese populäre Zahl lässt sich nicht seriös belegen – es gibt keine auffindbare Primärstudie dafür; sie wird seit Jahren von Blog zu Blog weitergereicht. Belastbar sind stattdessen: McKinseys Business Value of Design (32 Prozentpunkte mehr Umsatzwachstum bei designstarken Unternehmen), Baymards Checkout-Forschung (+35 % Conversion-Potenzial) und die Deloitte/Google-Studie zu Ladezeiten (+8,4 % Conversions pro 0,1 s).

Quellen

Was kostet Ihr Projekt konkret?

Buchen Sie ein kostenloses 30-Minuten-Erstgespräch: Sie schildern Ihr Vorhaben, ich nenne Ihnen eine ehrliche Einschätzung – und innerhalb von 48 Stunden einen Festpreis.

Antwort innerhalb von 24 Stunden · Festpreis-Angebot innerhalb von 48 Stunden nach dem Gespräch